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 Christian Klaproth (441 Einträge) März 2012 





   Livin da PSVita loca
  Kategorie Gaming, erstellt am 22.03.2012 von Christian Klaproth
 
 
Zunächst möchte ich mich für den unkreativen und vermutlich tausendfach ausgelutschten Wortwitz des Titels entschuldigen aber zeitgleich dafür rechtfertigen, da er so vortrefflich widerspiegelt, wie es sich anfühlt, mit der PS Vita zu spielen. Knapp einen Monat lang hatte ich nun schon das Vergnügen, mir Sonys neustes Handheld-Schmuckstück, die PS Vita, genauer anzuschauen und einem ausführlichen Praxistest zu unterziehen. Mein vorgezogenes Urteil zur PS Vita: Wenn ihr Handhelds und Mobile Gaming auch nur diffus etwas abgewinnen könnt, solltet ihr zumindest mal im Laden die PS Vita antesten. Sie könnte euch gefallen. Mich hat sie geflasht! Dazu tragen vor allem das brillante Display, die sehr gute Verarbeitung und der positive Gesamteindruck bei. Auch wenn der Spielspaß und Unterhaltungswert stimmt, so gibt es dennoch einige Kritikpunkte.

Gewöhnungsbedürftig sind die allerorts beworbenen Analog-Sticks. Tatsächlich handelt es sich nicht mehr um ein Schiebepad, sondern um "echte" Analog-Sticks, die allerdings verglichen mit den Analog-Sticks des Dualshock-Controllers aufgrund ihrer kleineren Bauweise auch einen kleineren Empfindlichkeitsbereich haben. Nach einer gewissen Eingewöhnungszeit und mit etwas Übung lassen sich damit aber recht präzise Eingaben machen.
Das playstation-typische Tasten-Quartett (X, Quadrat, Dreieck und Kreis) und der rechte Analog-Stick liegen für meinen Geschmack zu dicht zusammen. Je nach Spiel lege ich gerne mal meinen Daumen über X- und Quadrat-Taste, um beide Tasten im Schnellen Zugriff zu haben. Dabei stoße ich aber unweigerlich leicht an den rechten Analog-Stick und drücke ihn auch schonmal leicht nach unten, was in Spielen wie Wipeout 2048 dazu führt, dass man in die rückwärtige Ansicht umschaltet. Besser bin ich damit zurecht gekommen, die Tasten nur mit der Daumenspitze zu bedienen. Gewöhnungsbedürftig, aber geht. Übrigens fällt zu den vier Tasten noch auf, dass sie kleiner als auf einem Dualshock-Controller ausfallen und einen deutlich härteren Druckpunkt haben. In Folge dessen, haben sie auch keinen Drucksensor, sondern unterscheiden nur zwischen "gedrückt" und "nicht gedrückt".

Einziger verarbeitungstechnischer Kritikpunkt aus meiner Sicht: Der Stromstecker, der an der unteren Seite der PS Vita angeschlossen wird, löst in mir den monkischen Zwang aus, ihn die ganze Zeit mit dem kleinen Finger zu fixieren, da er nämlich wackelt bzw. meistens etwas schief sitzt. Ich bevorzuge es daher, mit der PS Vita nicht zu spielen, während sie auflädt.

Die Ausstattung der PS Vita muss als äußerst spartanisch, ja fast schon schottisch bezeichnet werden. Neben der PS Vita befindet sich in der Packung gerade mal ein Ladegerät samt USB-Kabel sowie ein Set AR-Karten nebst Download-Code für drei Augmented Reality Spielchen. Erschien die PSP seinerzeit noch mit Kopfhörer, Schutzhülle, Trageschlaufe, kleinem Putztuch und einer sehr kleinen Speicherkarte für Spielstände, sucht man diese Dinge in der Vita-Packung vergeblich. Gerade in Bezug auf die Speicherkarte ist das mehr als ärgerlich, denn ohne eine solche Karte können keine Spielstände gespeichert oder Inhalte aus dem PSN Store heruntergeladen werden. Einige Spiele, wie zum Beispiel Uncharted Golden Abyss verweigern direkt ganz den Start, wenn keine Speicherkarte eingelegt ist. Und hier liegt die Flinte im Pfeffer begraben: Die Preise der proprietären PS Vita Speicherkarten liegen jenseits von Gut und Böse. 35 EUR lässt sich Sony für eine 8 GB Karte zahlen, stolze 50 EUR für eine 16 GB Karte. Immerhin noch 20 EUR muss für eine 4 GB Karte gezahlt werden. Mit letzterer dürfte man allerdings nicht weit kommen: Lädt man beispielsweise Uncharted Golden Abyss aus dem PSN Store, sind mal locker flockig 3,5 GB Speicherplatz belegt.

Die Savegames der Vita befinden sich "in" den kleinen Spiele-Icons, die ihr auf euren Live-Area Bildschirmen anordnet. Löscht ihr dort eine Anwendung, sind die Saves ebenfalls weg. Das ist vor allem dann ärgerlich, wenn man aufgrund von Platzmangel auf der Speicherkarte ein Spiel nur vorübergehend löschen möchte, um es später erneut herunterzuladen. Auch PSN Plus Mitglieder schauen bislang in die Spielstand-Röhre. Cloud-Saving für Savegames, wie es auf der PS3 angeboten wird, gibt es auf der PS Vita nicht. Abhilfe schafft hier übrigens aktuell lediglich die Möglichkeit, Backups eurer PS Vita Daten auf einem PC oder der PS3 anlegen zu können.

Generell sieht das PSN Plus-Angebot für PS Vita Spieler sehr dürftig aus. Abgesehen von den üblichen kostenlosen minis- und PSP-Spielen und einer Rabatt-Aktion beim ersten DLC zu MotorStorm RC gibt es nix. Zudem muss man bei minis- und PSP-Titeln aufpassen: Nicht alles spielt die PS Vita einwandfrei ab. Viele der in den letzten Monaten kostenlos über PSN Plus angebotenen minis-Titel verweigerten nach einem Download auf der PS Vita den Start. Dafür bietet die PS Vita wiederum etwas, was PS3-Spieler neidisch herüberblicken lässt: Den Cross-Game-Chat. Auf der PS Vita nennt sich das schlicht "Party" und ist ein Sprachchat, der die ganze Zeit im Hintergrund läuft, egal, ob ihr euch gerade im Hauptmenü oder einem Spiel bewegt.

Zurecht darf der geneigte Leser nun kurz innehalten und gedanklich kritisieren: Moment mal, Du Experte! Schreibst im ersten Absatz von wegen wie geil das Teil ist und zählst dann hier nur Negativ-Punkte auf. Ich darf euch beruhigen. Nachdem ich mich bisher vorwiegend über die Hardware und die Preispolitik geäußert habe, wird es sich im zweiten Teil meiner kleinen Vita-Serie um die Software-Ausstattung und das Spiele-Angebot drehen. Stay tuned.
 
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   Kreativpause
  Kategorie Privat, erstellt am 15.03.2012 von Christian Klaproth
 
 
Ist die Luft raus? Mit Sicherheit. Wenn man sich meinen Blog so ansieht, dann könnte man meinen, mich würde nichts mehr beschäftigen. Dabei passiert so vieles rund um mich herum, was es alles wert ist, digital in Worte gefasst zu werden, was sich aber meistens dann doch nur in einem oder zwei Tweets drüben bei  Twitter niederschlägt. Aber wisst ihr was? Ich versuche es einfach nochmal. Hauche ich diesem brachliegenden Blog doch einfach nochmal neues Leben ein. Themen sind da, sie müssen nur runtergeschrieben werden. Leser sind vermutlich wenige bis keine mehr da. Kein Wunder, hat sich ja auch nicht gelohnt. Wer's dennoch ausgehalten hat, darf's gerne weitersagen, dass sich hier nochmal was tut. Bis dahin... Tut! Tut!
 
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 Profil 
 
Name: Christian Klaproth
Herkunft: Deutschland
Beruf: Software Consultant

zuletzt gelesen: iOS Dev Tutorials
zuletzt gesehen: Sherlock Season 1
zuletzt gespielt: Uncharted Golden Abyss (PSVita)
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