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 Christian Klaproth (441 Einträge) November 2017 





   Wenn schon falsch, dann richtig!
  Kategorie Privat, erstellt am 14.05.2009 von Christian Klaproth
 
 
Wer hätte das gedacht? Noch ehe es die bösen Killerspiele erwischt, darf in Deutschland demnächst kein  Paintball, Gotcha oder  Laserdrome mehr gespielt werden. Zwar zählen die drei letztgenannten nicht zu meinen Hobbies, weshalb mir deren  allgemeines Verbot (also auch für Erwachsene!) eigentlich egal sein könnte, aber ich frage mich, ob keiner merkt, welche Augenwischerei hier vor sich geht?!? Die Hilflosigkeit der Politiker gegenüber der Tatsache, das Kinder und Jugendliche in diesem Land verwahrlosen, weil sich ihre Eltern nicht um sie und ihre vernünftige Erziehung kümmern oder sich niemand ihrer Probleme annimmt (Mobbing und Leistungsdruck in der Schule?), äußert sich durch immer schwachsinnigere Maßnahmen und Gesetze. Fehlgeleiteter Aktionismus im Antlitz der bevorstehenden Wahlen? Was müssen wir nicht schon alles im Namen der Terrorismusbekämpfung oder der geschädigten  Musikindustrie über uns ergehen lassen? Die Verhinderung eines Amok-Laufes heiligt die Mittel. Ob es da überhaupt Zusammenhänge gibt spielt dabei eine untergeordnete bis keine Rolle.

In der Begründung heisst es, durch das Spielen von Paintball würde man das  Töten simulieren. Gewertet werden in einem Wettkampf nur Treffer gegen den Torso (also potentielle Treffer lebenswichtiger Organe) und neuerdings auch gegen den Hals. Treffer gegen Arme und Beine werden nicht gewertet und sind ungültig. Klingt martialisch und brutal? Nun, das sind die aktuell gültigen Regeln des  Florettfechtens. Also wenn schon, denn schon. Da sollte Florettfechten aber bitteschön verboten werden, denn was tut man da denn sonst, als das Töten zu simulieren? Anhänger der Sportarten Karate und Boxen dürfen sich auch schonmal darauf einstellen, künftig heimlich in abgedunkelten und schallisolierten Kellerräumen ihre Wettkämpfe auszutragen. Immerhin soll ja der Zugang zu den UFC Kämpfen in der Kölnarena für Jugendliche  verboten werden. Verbote, Verbote, Verbote! Dadurch wird es für die Kids auch direkt gaaaaanz uninteressant.

Ich würde mir auch ein bißchen mehr Konsequenz wünschen, damit das Unterfangen Jugendschutz auch noch glaubhafter rüberkommt. Ein Verbot der Cowboy und Indianer sowie der Ritter-Sets von Lego und Playmobil wäre durchaus angebracht. Dort wird nämlich der Umgang mit Stich- und Schußwaffen und letzlich auch das Töten simuliert.

Im Hinblick auf mögliche Amokläufe wäre dann schonmal das Wichtigste getan und der Großteil der Bevölkerung beruhigt. Überflüssige und schwer durchzusetzende Gesetzesänderungen, was den privaten Besitz von Schusswaffen, die private Einlagerung von scharfer Munition sowie Regelungen betreffend der Kontrolle korrekter, heimischer Waffenlagerung angeht, würden damit endgültig überflüssig werden und könnten zur Freude und Erleichterung der Waffenlobby vielleicht noch etwas gelockert werden. Wie wär's?
 
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Amoklauf, Killerspiele, wie immer!
Steter Tropfen höhlt das Killerspiel
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Mittelalterliche Zustände
 
   Amoklauf, Killerspiele, wie immer!
  Kategorie Gaming, erstellt am 12.03.2009 von Christian Klaproth
 
 
Eigentlich hat es mir schon gestern in den Fingern gejuckt, aber ich dachte mir, warte mal ab, wie sich die Ermittlungen und die öffentliche Diskussion nach dem  letzten Amoklauf entwickeln. Und gerade, als ich dachte, dass man diesmal vielleicht unvoreingenommen versucht, zu analysieren, was einen Jugendlichen mit 17 Jahren so an den Rand der Verzweiflung treibt, dass er keinen anderen Ausweg mehr aus seiner Misere sieht, gerade als ich dachte, man würde die Durchsetzung bestehender Gesetze in Frage stellen (wenn z.B. ein Vater seine Schusswaffen unrechtmäßig lagert), und gerade als ich noch lass, dass der Täter ein leidenschaftlicher Tischtennisspieler gewesen sei, da hatte ich gehofft, dass nicht erneut gegen die ach-so-bösen "Killerspiele" gehetzt wird. Aber falsch gedacht: Kaum, dass die Ermittler Counterstrike auf dem Rechner des Jungen entdeckt haben, ertönt sofort wieder der Aufschrei nach einem Verbot von Killerspielen. Es hat sich also nichts geändert.

Da ich sowohl Ego-Shooter spiele und bei der Bundeswehr mit Pistole, Gewehr und Maschinengewehr geschossen habe, kann ich sagen, dass diese beiden Dinge in Bezug auf die jeweilige Handhabung aber auch gar nichts gemein haben. Weder befähigt mich der Umgang mit einer echten Pistole dazu, einen Ego-Shooter zu spielen, noch erlerne ich durch das Spielen eines Ego-Shooters den Umgang mit echten Waffen, selbst dann nicht, wenn die Waffen im Spiel Nachbildungen von Original-Waffen sind.

Die  lächerlichste Aussage, die bisher in der neu aufflammenden Diskussion gefallen ist, stammt von Hans-Dieter Schwind, dem Präsidenten der Deutschen Stiftung für Verbrechensbekämpfung. Er behauptet, dass man in Computer-Spielen wie Counterstrike oder Crysis lernen könne, wie man auf der Flucht um sich schießt. Sorry, aber wenn ich mir das alleine bildlich vorstelle, dann erübrigt sich jeglicher weitere Kommentar.

Ich wiederhole gerne nochmal, was ich schonmal geschrieben habe (siehe auch die verlinkten Blog-Einträge): Wir haben in Deutschland das mit Abstand schärfste Jungendschutzgesetz im europäischen Vergleich. Statts ein Verbot für bestimmte Computerspiele zu fordern, würde ich zunächst die Frage klären, wie es dazu kommen konnte, das ein 17jähriger innerhalb der Gesellschaft so schräge Wertvorstellungen entwickeln kann, dass er sich über andere als Herr über Leben und Tod erhebt. Gibt es darauf eine Antwort, könnte man weiter überlegen, ob es vernünftig ist, dass ein Privatmann ein ganzes Waffenarsenal samt Munition in seiner Privatwohnung lagert. Erschreckenderweise gehen die Tendenzen hier wie zuletzt 2007 eher in die Richtung einer  Lockerung des Waffengesetzes. Danach sollte die Frage geklärt werden, wie ein Jugendlicher an ein Computer-Spiel gelangen konnte, dass für Jugendliche ohnehin schon verboten ist. Aber wie ich auch schon einmal geschrieben habe, ist die Klärung solcher Fragen zu unbequem und nicht medienwirksam genug. Stattdessen  zeigen Herr Beckstein und andere lieber mit dem Finger auf "Killerspiele" und rufen "verbieten!".
 
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Siehe auch...
Steter Tropfen höhlt das Killerspiel
Blame it on the Killerspiel
Verbot von Killer-Spielen
Folgebeiträge...
Wenn schon falsch, dann richtig!
Mittelalterliche Zustände
 
   Kaffee Hack - Geschmack braucht kein Internet
  Kategorie Internet, erstellt am 18.06.2008 von Christian Klaproth
 
 
Einen kleinen Vorgeschmack auf die Vernetzung der Zukunft und des damit verbundenen Risikos, Hackerangriffen ausgesetzt zu sein, offenbart die  Meldung (englisch) eines Sicherheitsexperten, dem es gelungen ist, eine Kaffeemaschine über das Internet zu hacken. Unliebsame Konkurrenten könnten aus dem Rennen geworfen werden, indem man ihren Kaffee lasch programmiert. Es soll sogar möglich sein, die Konfiguration der Maschine so zu ändern, dass sie nicht mehr funktioniert und ein Service-Techniker rauskommen muss. Allerdings ist das für den Internetanschluss notwendige  Zubehör noch nicht käuflich zu erwerben, und es sind auch nicht alle Kaffeevollautomaten betroffen.

Die Idee hinter der ans Internet angeschlossenen Kaffeemaschine ist eigentlich gar nicht so dumm. Ein Service-Techniker soll die Möglichkeit bekommen, die Maschine analysieren zu können, ohne vor Ort sein zu müssen. Somit könnte ein vorliegender Fehler - sofern er nicht mechanischer Natur ist - schneller und kostengünstiger behoben werden. Eine solche Technik könnte auch für Waschmaschinen, Spülmaschinen, Kühlschränke, sonstige Küchengeräte und überhaupt für alle elektronischen Geräte denkbar sein.

Bis das aber alles spruchreif - und hoffentlich ausgereift - ist, bin ich froh, dass unsere Geräte noch nicht remote aktiviert und umgestellt werden können. Wäre schon schön blöd, die geöffnete Spülmaschine loslaufen zu lassen oder den prall gefüllten Tiefkühler abzutauen... Zukünftig gibt es dann neben Bakterien möglicherweise auch noch Viren im Kühlschrank! :)
 
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   Von Weltraum-Touristen und falschen Formularen
  Kategorie Privat, erstellt am 05.06.2008 von Christian Klaproth
 
 
Ich musste heute morgen auf dem Weg zur Arbeit gleich mehrfach herzhaft lachen, als ich in den Nachrichten die folgenden Meldungen gehört habe.

Der Reaktor-Zwischenfall in Slowenien war ein Missverständnis. Der europaweite Atom-Alarm wurde ausgelöst, weil die Herrschaften in Krsko ein falsches Formular benutzt haben. Bitte? Mein Vertrauen in die Technik ist erschüttert. Wie muss ich mir das vorstellen? Da sitzt jemand in der Verwaltung und soll nun eine Meldung nach Brüssel schicken... wegen Kühlwasseraustritt. Nun sucht er in den Vordrucken unter "K". K-atastrophe, K-ernschmelze, K-ühlwasseraustritt. Da hat sich der Gute dann einfach vergriffen oder wie? Ist die Technik denn schon soweit, dass das wenigstens per Fax nach Brüssel geschickt worden ist, oder läuft das über den postalischen Weg und der Zwischenfall liegt vielleicht schon eine Woche zurück? Mein lieber Herr Gesangsverein.

Aber getoppt hat die Meldung aus dem Ort, dessen Vokale man geklaut hat, nur durch die Meldung der Nasa, man habe Probleme mit der Raumsonde Phoenix. Diese hätte den Befehl, zu graben, ignoriert, und würde stattdessen weiter Fotos von der Mars-Oberfläche machen. Hallo? Ist doch auch mehr als verständlich. Wenn mich jemand in eine kleine Kapsel zwängt und durch's All schiesst und ich dann nach zehn Monaten endlich wieder festen Boden unter den Füßen habe, und das auch noch auf dem Mars... dann mache ich doch als Touri erstmal ein paar Fotos und geniesse die Aussicht, als direkt an Arbeit zu denken und im Dreck zu buddeln. Was hat Mission Control denn anderes erwartet? Ts, ts, ts...
 
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