blogworks Logo  
 Christian Klaproth (441 Einträge) September 2017 





   Piratiges Zelten
  Kategorie Privat, erstellt am 12.08.2010 von Christian Klaproth
 
 
Kurz vor Beginn der Phase 2 von DAS EXPERIMENT und somit auch kurz vor Ende meines diesjährigen Urlaubs, sagte der Wetterbericht eine regenfreie Nacht voraus, die ich dazu nutzte, das meinem Sohn gegenüber versprochene Verprechen zu halten, und mit ihm eine Nacht im Garten zu zelten. Kurzerhand und weil das Thema so trendy ist, wurde daraus eine Piratenübernachtung. Und zu einer Piratenübernachtung zählt neben dem Zeltaufbau und den sonstigen Vorbereitungen natürlich auch Stockbrot am Lagerfeuer. Aber gehen wir das alles mal der chronologischen Abfolge nach durch.

Am frühen, frühen Nachmittag, quasi am späten Mittag, also so gegen 13:00 Uhr, wenn ich mich richtig erinnere, wollte sich der Vater an den komplizierten, langwierigen und Nerven aufreibenden Aufbau der wasserdichten Schlafplatzumhüllung machen. Um 13:15 Uhr stand das doofe Ding. Zelte sind heutzutage auch nicht mehr das, was sie während meiner Bundeswehrzeit noch waren. Mein letztes Biwak liegt nun schon laaaaaange zurück, aber den Zeltaufbau hatte ich etwas fummeliger in Erinnerung. Harte Kerle, wie wir sind, haben wie die Isomatten weggelassen. Weichei, wie ich nunmal bin (ja sorry, bin Informatiker und kein Safariveranstalter), habe ich den Zeltboden mit Matrazen ausgelegt. Federkern. Gemütlich.

So stand nun unser Zelt über mehrere Stunden in der prallen Nachmittagssonne und heizte sich ordentlich auf. Am frühen Abend machten wir uns dann eine kleine Feuerstelle und backten unser Stockbrot, dessen Teig wir zuvor in mühsamer Handarbeit geknetet haben. Frage meiner Frau: "Sag mal, muss man so ein Feuer nicht vorher anmelden?" Ich: "*schluck* Ähm... Nja... wäre ja nur halb so piratig, wenn man sich dafür eine Genehmigung holen würde." Nachdem wir die halbe Nachbarschaft zugeascht hatten, haben wir das Feuerchen schnell gelöscht. Aber das Stockbrot war sehr lecker!

Während es sich die Mama auf der Couch im Wohnzimmer 5 Meter von uns entfernt beim Abendprogramm mit Duftkerzen, Kaltgetränk und Knabbergebäck gemütlich machte, bezogen Papa und Sohn die saunaähnliche Schlafstätte. Sohn ordnete nochmal einen Schlafsackwechsel an, über den ich zu diesem Zeitpunkt nicht ganz unglücklich war: Meinen dicken, flauschigen Winterschlafsack wollte er gegen seinen etwas dünneren, durch meine Frau festivalerprobten Schlafsack austauschen. Gesagt, getan. Nachdem dann auch die Atzenmusik der Atzenparty bei den Atzennachbarn vier Häuser weiter verklungen war, konnte auch ich voller Vorfreude des schönen Morgens ins Traumland entgleiten.

Irgendwo zwischen dem Zeltaufbau und meinem nächtlichen Erwachen, muss mir ein Fehler unterlaufen sein: Es war plötzlich total unschön (sohnkompatibler Ausruck für Scheiße) kalt im Zelt. An der Zelthautinnenseite hatten sich kleine Kondenswasserrinnsale gebildet, die langsam den Zeltboden fluteten. Weil ich mich vor Schreck aufgesetzt habe und mit dem Kopf an der Zeltinnenseite entlangstriff, hatte ich entsprechend nasskalte Haare. Sohnemann ging es in seinem dicken Schlafsack prima, hat ganz friedlich geschlafen. Ich bin noch einige Male vor Kälte aufgewacht, um mir den Schlafsack bis unter die Nase zu ziehen.

Am nächsten Morgen haben wir uns dann durch den Keller ins Haus geschlichen. Sohn hat friedlich gespielt und Papa hat sich erstmal bei Kaffee und Decke auf der Couch aufgewärmt. Sohn fand das alles sehr spannend und möchte das gerne wiederholen. Papa auch. Aber am Klimamanagement müssen wir noch arbeiten.

Und am Ende nochmal für diejenigen, die meine Live-Berichterstattung via  Twitter verpasst haben, die Tweets der Zeltaktion:
  • Tonight's the night! Der Schlafplatz für die heutige Nacht ist schonmal vorbereitet.  http://twitpic.com/2c2alw
  • Ich bin ja ein bißchen Weichei, oder? Aber wir haben nur eine Iso-Matte. :)  http://twitpic.com/2c59ut
  • Für Papa gibt's noch Nacht-Entertainment auf PSP. Sohns Buch hat nicht auf's Foto gepasst. *g*  http://www.twitpic.com/2c59ut
  • Die angeblichen 2 Meter Zelt-Länge sind aber großzügig geschätzt. Ausstrecken Fehlanzeige.
  • Juchu. Nacht im Zelt überlebt. :-)
  • Erstmal einen Kaffee. Oh Zivilisation, Du hast mich wieder! Auch wenn ich heute Nacht nur 5 Meter entfernt von Dir geschlafen habe.
  • Zweiter Kaffee. Ich danke Sid Meier für die Erfindung der Zivilisation! Merke jetzt erstmal, wie mit die Knochen schmerzen.
  • Man sollte Herrn Kondens für die Erfindung seines Wassers in den Kerker stecken. Das Zelt war voll... VON INNEN! Alles nass!!
  • Kaffee Nummer 3. Kurz vor acht. Nu is aber Schluß. Jetzt wird die Mama geweckt, damit wir gemeinsam frühstücken können.
  • Kaffee Nummer 4. Frühstück beendet, ich könnte mich jetzt schlafen legen. Sohn putzmunter. Gleich wird das Zelt abgebaut.
 
0 Trackbacks | 0 Kommentare     
Siehe auch...
Hausmänner-Report
DAS EXPERIMENT
Folgebeiträge...
Tischgespräche
 
   Feta oder heute?
  Kategorie Unsere Zwillinge, erstellt am 26.04.2010 von Christian Klaproth
 
 
Das vergangene Wochenende lud mit seinem sonnenscheingetränktem Wetter förmlich zu Gartenarbeit, erstem zaghaften Planschen und natürlich Grillen ein. Nachdem wir unser ausgehobenes Gemüsebeet am Samstag endlich (ENDLICH!) mit schätzungsweise 40 40-Liter-Säcken Universalerde zugeschüttet haben und neben Erdbeeren nun auch jede Menge anderes Zeugs gepflanzt haben, hatten wir uns ein entspanntes Grillen auch redlich verdient. Mit ausreichend Warnhinweisen versehen (siehe Bild) brutschelten dann Würstchen und Fleisch vor sich hin.

Für Sohnemann ist es eine aufregende Zeit, kann er doch mit seinen fast vier Jahren endlich den Spielturm samt Rutsche und Schaukel vollumfänglich nutzen. Erfreulicherweise hat er dabei bereits eine Sicherheit erlangt, die es seinen Eltern erlaubt, auch dann ruhig sitzen zu lassen, wenn er seitwärts liegend die Buckelrutsche passiert.

Leider ist der gute Nik was den Gebrauch der deutschen Sprache angeht noch nicht ganz so sattelfest, wie auf der Rutsche. Insbesondere ein kleiner Sprachfehler bereitet uns im Moment Sorge und Schmunzelattacken zugleich. Schwierigkeiten bereitet ihm die Aussprache von "sp", oder besser geschrieben "schp". Stattdessen verwendet er ein "f". Aus spielen wird also ein fielen, aus Spaß ein Faß, usw. Auch Versuche, es deutlich vorzufrechen... 'tschuldigung... vozusprechen, erweisen sich als unfruchtbar. So wird aus einem "sch-p-ielen" ein "p-ielen sch".

Unweigerlich komisch wird es, wenn Söhnchen das gesprochene "f" für sich in ein "sp" verwandelt und seinen Vater die durch die Mutter aus der Küche zwecks Salatzubereitung beauftragte Frage zuruft: "Papaaaa? Ist Du Feta? ... Feta? Oder heute?".
 
0 Trackbacks | 0 Kommentare     
Siehe auch...
Ernsthafte Unterhaltungen
Eifgram

 
   Ernsthafte Unterhaltungen
  Kategorie Unsere Zwillinge, erstellt am 11.03.2010 von Christian Klaproth
 
 
Mit zunehmendem Alter entwickeln Kinder in ihrer Weltanschauung Ängste und Sorgen, die es fachmännisch und -fräulich ernstzunehmen gilt. Auch wenn es auf beiden Seiten der Bettkante Tränen gab, möchte ich Euch doch die folgende Unterhaltung mit meinem Sohn nicht vorenthalten, die im Nachhinein betrachtet recht unterhaltsam ist.

Zur Zeit interessiert sich mein Sohn sehr stark für das Universum, die Sterne und die Planeten, sowie auch deren Begleiter, die Monde. Die Frage, wo die Sonne nachts ist, konnte er mir selbstverständlich sofort erklären: Sie steckt im Mond drin. Deshalb leuchtet der Mond nachts ja auch. Die Ungläubigkeit, die sich in meinem Gesicht abgezeichnet haben muss, konnte er durch einen wissenschaftlichen Beleg wegwischen. Er griff zu seinem Plüsch-Kuschel-Mond und zeigte mir, dass dieser auf der Rückseite ein kleines Geheimfach hat, in das man einen kleinen Stern stecken kann. Dort kriecht die Sonne abends also rein und kommt dort morgens ganz langsam wieder heraus. So logisch, so einfach.

Im weiteren Verlauf unserer Astronomie-Revue kamen wir auf die Mondoberfläche zu sprechen. Diese ist durch Meteoriten-Einschläge ganz schön durchlöchert. Plötzlich war Sohnemann ganz aufgeregt und erzählte mir, er habe Angst rauszugehen, weil ihm dann ja ein Meteorit auf den Kopf fallen könne. Meine Erklärungsversuche von wegen Mond und keine Atmosphäre und verglühenden Meteoriten in der Erdatmosphäre kann ich vielleicht in ein paar Jahren nochmal starten. Akut verschlimmerte es das Problem nur: Nun hatte er nicht nur Angst, dass ihm ein Meteorit auf den Kopf fallen können, nein, dann würde er ja auch noch brennen.

Ich versicherte ihm, dass es nicht vorkommen wird, dass ihm auf der Erde ein Meteorit auf den Kopf fallen wird. "Ja, aber WENN..." ist ein gern und häufig angewandtes Stilmittel. Als auch meine höchstwissenschaftlichen Erklärungen nicht mehr fruchteten, griff ich den Satz auf, und sagte, ja wenn mir denn ein brennender Meteorit auf den Kopf fallen würde, dann wäre ich tot und würde in den Himmel kommen. Dann würde ich Joni wiedertreffen. "Und wenn mir und Dir und Mama ein Meteorit auf den Kopf fällt, dann sind wir alle im Himmel." Das konnte ich nur bejahen.

Nach einer kurzen Bedenkzeit sagte Nik dann mit leicht weinerlicher Stimme: "Aber dann ist ja unser Haus leer." Auch das musste ich bejahen. Nun brach es förmlich aus ihm heraus und Kummer und Sorge zeichneten sich in seinem tränenüberströmten Gesicht ab: "Aber wenn das Haus leer ist, dann kommt ein Dieb und nimmt mein Spielzeug mit. Und wenn ich wieder zurückkomme ist mein Spielzeug weg und dann bin ich traurig." Drama, Drama. Ich erklärte ihm, dass man aus dem Himmel nicht wieder zurückkehren würde, wenn man gestorben ist. Und da kam es wieder, das hypothetische Stilmittel: Ja Papa, aber WENN ich wieder zurückkomme und die Spielsachen weg sind, DANN bin ich traurig. Okay. Ich nahm seine Sorge ernst und tröstete ihn noch ein bißchen. WENN wir gehen, und beabsichtigen wiederzukommen, DANN schliessen wir nämlich auch alles ab. Da war er dann doch beruhigt. :)
 
0 Trackbacks | 0 Kommentare     
Siehe auch...
Bei den Dinos...
Teilungsmuffel
Eifgram
Mama, ist Dir langweilig?
Niklas und Jonas sind da!!!
Folgebeiträge...
Musica Flatulencia
Feta oder heute?
 
   Bei den Dinos...
  Kategorie Unsere Zwillinge, erstellt am 10.03.2010 von Christian Klaproth
 
 
Am letzten Wochenende fand ein Papa-Sohn-Ausflug statt. Das Ziel war die  Dinosaurier-Sonderausstellung im Museum Koenig in Bonn. Und um das vorwegzunehmen: Die Fahrtzeit von etwas über einer Stunde hat sich wirklich gelohnt. Zwar ist Sohnemann noch nicht wirklich ein Museumsgänger im klassischen Sinne, aber er hatte jede Menge Spaß, und ist das Kind gesund, freut sich der Mensch. Oder so ähnlich. Schautafeln waren von geringem Interesse, stattdessen wurde Papas Ausdauer einer Belastungsprobe unterzogen, denn das dreistöckige Museum sind wir fünfmal abgelaufen.

Ausgestellt sind dort in Bonn rund ein Dutzend Dinos und 5 Dino-Eier (Zitat Sohn: Guck mal, Schildkröten!), mal als Skelett, mal als "lebensechtes" Modell. Bereits im Vorfeld hatte ich meinem Sohn erklärt, dass die Dinosaurier schon vor Millionen von Jahren ausgestorben sind, und die dort im Museum zu sehenden Dinos nicht echt sind. In der Ausstellung zeigte er auch keinerlei Scheu. Im Gegenteil. Unter den strengen Augen der Museumswärter musste ich ständig aufpassen, dass er die Dinos nicht anfasst. Das ist nämlich verboten. Und obwohl Sohnemann nichts angefasst hat, wurde ich von einem brummeligen alten Museumsangestellten aufgeklärt, dass ein 7jähriger am Exponat Nummer 8 bereits einen Knochen abgebrochen hätte. Sehr aufschlussreich.

Das unumstrittene Highlight der Sonder-Ausstellung ist das im Innenhof des Museums aufgebaute beheizte Zelt. Dort steht das Skelett eines - aus meiner Erinnerung hätte ich ihn  Brontosaurus bezeichnet, aber dort war es eine andere Gattung - gigantisch hohen und langen Dinosauriers. Die Ausmaße lassen sich vielleicht ansatzweise erahnen, wenn man sich das Foto anschaut. Allein der Fuß ist mal so groß, wie mein Sohn. Für den kleinen Mann war das Zelt übrigens auch das Highlight, aber aus einem anderen Grund: Die kleinen Museumsbesucher dürfen dort in einem großen Sandkasten selber Archäologe spielen und ein Dino-Skelett freilegen. Und während ich viele Eltern mit ihren Kindern kommen und sehen kam, war mein Sohn der Dauergast in diesem Sandkasten.

Neben den Dinos bietet das Museum übrigens noch zahlreiche weitere beeindruckende Tiermodelle aus unterschiedlichen Klimazonen, wie z.B. der Antarktis oder der Savanne. Gruselig wurde es, als wir an einem etwa 100fach vergrößerten Modell einer Ameise vorbeikamen. Das war Sohnemann nicht geheuer. Dafür konnte er von dem riesigen gefräßigen Aligator nebenan nicht genug bekommen. :)

Alles in allem ein schöner Ausflug und als Ausflugsziel mit kleinen Kindern auch weiterzuempfehlen.
 
0 Trackbacks | 0 Kommentare     

Folgebeiträge...
Ernsthafte Unterhaltungen
Musica Flatulencia
 
   Kugelrund
  Kategorie Privat, erstellt am 21.01.2010 von Christian Klaproth
 
 
Mein Sohn muss sich anfangs auch gefragt, ob sein Vater am Rad dreht, als er damit begann, eine kleinen Schneeball durch den Garten zu rollen. Aber wir hatten uns nunmal vorgenommen, einen Schneemann zu bauen... und der besteht - wir wissen das - aus wohlgeformten Kugeln.

Leider liessen die Pappeigenschaften (nein, damit ist nicht die Kreativität oder die Kraft des Papas gemeint, sondern die Klebrigkeit) des Schnees bei saftigen Minusgraden zu wünschen übrig, und so dauerte es bestimmt eine halbe Stunde, bis die unterste Kugel des zukünftigen Schneemanns auch nur annähernd die Größe erreicht hatte, die sich der ehrgeizige Vater vorgestellt hatte. Sohnemann hatte unterdessen das Interesse am Bau des vor dem geistigen Auge schillernden Schneemannes verloren und rutschte mit deinem Schlitten durch den Garten. Ganz zu schweigen davon, dass er auch kein Ohr für die physikalischen Erklärungen des Vaters übrig hatte, der erklärte, dass unter der Last des Schneeballs, der Schnee unter der Kugel anschmilzt und doch pappt... egal.

Mittlerweile dämmerte es bereits, aber der Bau der zweiten Kugel war fast abgeschlossen. Der Kopf wurde dann in fast vollständiger Dunkelheit fertiggestellt. Nik fand es klasse, Papa wurde langsam kalt. Zumindest an Händen und Füßen. Der Rest war durch die Bewegung schön warm. Das Finishing fiel uns durch die großzügige Spende zweier Knöpfe und einer Möhre durch die Frau des Hauses recht einfach: Fertig war der Schneemann.

Am zweiten Tag seines - das darf ich vorwegnehmen - kurzen Daseins, bewies der Schneemann bei Tauwetter und leichten Plusgraden, echtes Stehvermögen. Trotz bedrohlicher Neigung, stand er noch zwei Tage, bevor - in uns erwacht eine unangenehme Vorahnung - nach einem kurzen Regen als erstes der Kopf fiel und sich in ein kleines weisses Häufchen verwandelte. Später folgten auch die Arme, die der letzjährige Weihnachtsbaum aufopferungsvoll zur Verfügung gestellt hatte.

Heute zeugt nur noch ein kleines Fleckchen dreckigen Schnees davon, welcher stolzer Schneemann einst dort stand. Nik ist sehr traurig, freut sich aber schon auf den nächsten Schnee. Und Papa hofft, dass dieser noch bis Weihnachten auf sich warten lässt.

Hier noch die passende Fotostrecke:  Schicksal eines Schneemanns
 
0 Trackbacks | 1 Kommentar     
Siehe auch...
Spuren im Schnee

 
   2010
  Kategorie Privat, erstellt am 04.01.2010 von Christian Klaproth
 
 
Ich wünsche allen Lesern meines Blogs ein frohes neues Jahr 2010, Ihr wisst schon, das Jahr, in dem wir  Kontakt aufnehmen. Das Jahr der lustigen  Agenda. Das Jahr, dessen zwanzigster Oktober vermutlich ein begehrter Hochzeitstag sein wird.

Auch wenn die traditionellen Jahresrückblicke, ähnlich wie Schokoladenweihnachtsmänner und -Osterhasen immer weiter vorverlegt werden, so blicke ich erst heute zurück auf das Jahr 2009, dem Jahr der Wirtschaftskrise, Abwrackprämie und Schweinegrippe. Und ich nutze meine exakt 60 Blog-Einträge, die während dieser Zeit entstanden sind, um mich - und Euch - an einige Geschehnisse zu erinnern.

Ein wirkliches Highlight, dass sich zu einem integralen und wunderbar akzeptierten Bestandteil unseres Lebens entwickelt hat, ist der Kindergarten, in den unser ständig " Warum?"-fragendes Söhnchen seit August geht. Vom ersten Tag an geht Nik gerne dorthin und hat auch schon richtig dicke Freundschaften geschlossen. Seitdem macht er auch meist verblüffende Entwicklungen und Fortschritte mit, die deshalb so faszinierend sind, weil sie nicht durch uns - also die Eltern - angestossen werden, sondern von "auswärts" kommen. Ganz deutlich bemerke ich das bei Liedern, die zwischendurch beim Spielen angestimmt werden. Da kommt es dann auch schonmal vor, dass der Tannenbaum nicht nur zur Winterzeit glüht. Und im selben Atemzug der Liedzeile wird man darüber aufgeklärt, dass das Lied zwar von Blättern spricht, der Baum aber Nadeln hat. "Wunderschöne Nadeln", wie Nik feststellte, als wir den diesjährigen Weihnachtsbaum gemeinsam geschmückt haben. Der Vollständigkeit halber sei auch noch erwähnt, dass in 2009 sowohl Schnuller als auch Windeln an den Nagel gehangen werden. Natürlich nur bildlich. Volle Windeln landeten natürlich immer im Windeleimer.

2009 war auch ein Jahr, in dem wir Joni sehr vermisst haben. Gerade Feierlichkeiten - wie der dritte Geburtstag der Jungs, zum ersten Mal ein Geburtstag ohne Joni - rücken den schmerzlichen Verlust immer besonders in das Bewusstsein zurück.

Das Anti-Highlight des Jahres 2009 war sicherlich die Erkenntnis, mit schätzungsweise 600 bis 1200  Untermietern unter einem Dach - genauer gesagt unter einem Dachbalken - zu wohnen. Gruselig, eklig, abartig. Hätten sich die Wespen nicht durch die Wand in unsere Wohnräume gefressen, hätten wir sicherlich nix von der Existenz eines Nestes erfahren und der Sommer wäre friedlich zu Ende gegangen. Aber so...

Hobbymäßig war 2009 ein recht desaströses Jahr, hat sich doch zunächst die Wii mit einem  Laufwerksschaden verabschiedet, später dann meldete die PS3 mit einem  gelben Licht, dass ihr Ende nah wäre und der Betrieb schonmal eingestellt wird. Inhaltlich ingegen, war 2009 für die PS3 ein hervorragendes Jahr: Mit  Killzone 2, inFamous, Fat Princess,  Uncharted 2 und Ratchet & Clank Future: A Crack In Time war so viel hochkarätiger Stoff vorhanden, dass die Zeit gar nicht für alles reichte. Und das waren "nur" die Exklusiv-Titel!

Zuletzt noch der Hinweis, dass ich - mittlerweile im Web 2.0 angekommen - auch  Twitter für mich entdeckt habe. Wer mir dort followen (auf deutsch: folgen) möchte, findet mich  hier.
 
0 Trackbacks | 0 Kommentare     
Siehe auch...
Frohe Weihnachten 2008?
2007 ... 2008
2006 ... 2007

 
   Vorweihnachtsstimmung
  Kategorie Privat, erstellt am 23.11.2009 von Christian Klaproth
 
 
Es wird schon recht früh dunkel und auch erst spät hell, die Fenster der Häuser sind durch bunte Licherketten hell erleuchtet, Kinder malen und schreiben schon fleißig an Wunschlisten für den Weihnachtsmann und im Supermarkt beginnt schon fast der Ausverkauf der Schokoladenweihnachtsmänner, da ja schon in ein paar Wochen Platz für die Schokoladenosterhasen geschaffen werden muss. Rischtööösch, es ist Mitte November!

Nun könnte sich theoretisch, aber nur THEORETISCH, bei einem Weihnachtsmuffel wie mir schon ein gewisses Basis-Level an Weihnachtsstimmung einstellen, da ja auch schon die ersten Weihnachtsmärkte geöffnet haben. Es duftet nach Weihnachtsgebäck und nach Glühwein (okay, auch nach Met *würg*), Weihnachtslieder erklingen von hier und da, und man sieht leuchtende Kinderaugen ob der vielen kunsthandwerklichen Basteleien. Aber dennoch stellt sich ziemlich genau einen Monat vor Weihnachten kein Weihnachtsgefühl bei mir ein.

Vielmehr drängt sich mir die Frage auf, ob ich überhaupt noch Winterschlappen auf den Wagen aufziehen lassen soll. Waren es doch bei unserem ersten Weihnachtsmarkt-Besuch in diesem Jahr, in diesem Monat, also dem November, ganze 17 Grad! In Worten: siebzehn!! PLUS!!! Ich kann mich nicht erinnern, wann ich schonmal mit offener Jacke und dünnem Pullover drunter über einen Weihnachtsmarkt geschlendert bin. Unter diesem Gesichtspunkt darf man schonmal hinterfragen, ob das Betreiben einer künstlichen Schneerodelbahn klimatechnisch nicht etwas verwerflich ist. Aber gut, Niklas hatte seinen Spaß beim Zugucken.

Vielleicht sollte ich meinem Sohn auch nicht mehr vertrösten, dass der Weihnachtsmann üblicherweise dann erst kommt, wenn draussen Schnee liegt (künstlicher Schnee zählt nicht!). Er könnte sonst befürchten, dass es dieses Jahr keine Beschehrung gibt. Naja, etwas Gutes hat das milde Wetter dann doch: Wir sparen Heizkosten.
 
0 Trackbacks | 1 Kommentar     
Siehe auch...
Von Lumpen und Laternen
Nackte Nachbarin und überzeugende Argumente
Kausalzusammenhänge
Niklas und der Weihnachtsmann
Folgebeiträge...
Schleichende Entwicklung
Kindermund...
 
   Wespen, sie werden Dich kriegen!
  Kategorie Privat, erstellt am 08.09.2009 von Christian Klaproth
 
 
Nach Ratten, Hochwasser, Vulkanen und verstopften Abflüssen, könnte das der nächste abendfüllende Kracher einer deutschen Produktion des Privatfernsehens werden. Und unser Haus hätten wir bis vor zwei Wochen durchaus als Echt-Kulisse zur Verfügung stellen können. Wer es hier oder auf  Twitter verfolgt hat, der weiss ja vielleicht schon, dass wir unerwünschte Untermieter (oder sollte ich Übermieter sagen?) hatten. Wären es einige wenige gewesen, wäre es vielleicht nicht einmal aufgefallen. Es war aber direkt ein ganzer Staat! Ein Wespen-Staat!!

In einem Hohlraum am Rande unserer Dachgaube hatten es sich diese kleinen pelzigen Tierchen bequem gemacht. Wahrscheinlich wäre das auch nie großartig aufgefallen, hätten sich die Viecher nicht dazu entschlossen, die Wand nach innen zu durchnagen und unsere obere Etage zu inspizieren. Ausgerechnet an einem Wochenende, als wir eine wirklich schmucke Fliegengittertür für unsere Küche zusammenschraubten, machten wir die grausige Entdeckung: Im Badezimmer der oberen Etage lagen geschätzte 200 bis 300 tote Wespen, die vermutlich versucht hatten, durch das geschlossene Fenster nach draussen zu gelangen. In der oberen Küche befand sich auf dem Boden ein kleines Häufchen Holz-Krümel, und bei einem Blick an die Decke, sah man ein etwa drei Wespenkörper langes Loch klaffen. Zu allem Überfluß herrschte durch dieses Loch ein reges Kommen und Gehen.

Nach dem fluchtartigen Verlassen und hermetischem Abriegeln der Etage zum Treppenhaus hin, wurde umgehend der Kammerjäger bestellt. Dem aufmerksamen Beobachter bot sich aus dem Garten ein Bild des Grauens, zumindest wenn man wie ich zwar nicht allergisch aber doch mit einer gewissen Panik gegenüber Wespen reagiert. An den Innenscheiben der oberen Etage krabelte und wuselte es, und am äußeren Rand der Dachgaube bündelte sich hinter der Regenrinne der gelb-schwarze Flugverkehr.

Der Kammerjäger kam zwei Tage später, und nochmal zwei Tage später war Ruhe im Karton. Zumindest nach äußerlicher Begutachtung und kurzer Visite der oberen Etage. Nochmal drei Tage später musste es sein: Ich nahm mir vor, den Ekel zu unterdrücken (da wusste ich ja noch nicht, was mich erwarten würde), die Leichen zu beseitigen sowie die Wand / die Decke zu öffnen, um das Ausmaß des Schadens aufzudecken.

Erste Amtshandlung: Staubsauger klar machen und Wege zu den Fenstern frei-fumpen, um etwas gegen den ekelhaften Gestank unternehmen zu können. Frei-Fumpen? Die Wespen verschwanden mit einem lustigen Fump! im Saugrüssel. Naja, wirklich lustig war es nicht. Zweite Amtshandlung: Leiter aufstellen und mal vorsichtig gegen Wand und Decke klopfen. Nachdem direkt eine Hand voll Wespen aus dem Loch knapp an mir vorbeigeflogen sind, kurz aufschreien und zur dritten Amtshandlung übergehen: Leiter wieder abbauen und eine gaaaaaanz lange Stange holen.

Mit der Stange stocherte ich dann etwas in dem Loch herum und vergrößerte die Öffnung geringfügig. Dach- und Wandrigipsplatte stiessen hier aufeinander, so dass die Öffnung langsam größer wurde und immer mehr tote Wespen aus dem Loch purzelten. Mit Hamme und Meissel wurde die Wand etwas großzügiger bearbeitet. Der faulig-modrige Gestank motivierte mich dahingehend, mein Haus großflächiger zu zerstören. Irgendwann sinkt die Hemmschwelle, so dass auch Teile der Decke dran glauben mussten. Immer wenn ich dachte, mehr Nest kann da nicht sein, wurde ich durch herunterplatschende und larvenkörpergetränkte Nestteile eines besseren belehrt. Am Ende umfasste das abgetragene Nest einem gut gefülltem Drittel eines blauen Müllsacks und wog schätzungsweise vier bis fünf Kilo. Die Suche nach der Königin hatte ich nach ein paar Stunden entnervt aufgegeben, weil das einfach zu viele Wespen und Larven waren, und der Gestank der vom Eigengewicht aufplatzenden Larven, wenn sie zu Boden fielen, den ein oder anderen Würgereflex bei mir auslösten.

Unbestrittenes Highlight und tatsächlich filmreif war eine Szene, in der ich versuchte, unsere kleine Digitalkamera in das Loch zu schieben, um ein Foto des pechschwarzen Zwischenraumes zu machen. Gerade als ich nun mit Kamera und beiden Händen in dem Loch hing, kam eine Wespe aus dem Loch geflogen. Um ein Haar wäre ich von der wackeligen Leiter gekippt.

Mittlerweile habe ich den Zwischenraum mit Bauschaum geflutet, so dass ich nächstes Wochenende ans Verputzen gehen kann. Dann nochmal ein Wochenende und wir können Wand und Decke neu tapezieren.

In den nächsten Tagen werde ich einmal das reichliche Bildmaterial sichten und Euch mit dem einen oder anderen Detail meiner Arbeit beglücken. Bis dahin, sum-sum!
 
0 Trackbacks | 0 Kommentare     
Siehe auch...
Wespentaille gefällig?
Nature strikes back!

 
   Wespentaille gefällig?
  Kategorie Privat, erstellt am 17.08.2009 von Christian Klaproth
 
 
Geschnitten oder am Stück? Ich versuche mal mit Humor zu nehmen, was gar nicht lustig ist und zur Zeit mächtig auf unsere schicksalsgebeutelte Stimmung drückt. Ja man meint fast zu glauben, das Schicksal hätte ein Auge darauf, dass uns auch ja nicht langweilig wird oder wir womöglich mal verschnaufen dürften. Aber ich fange mal - wie so oft - von vorne an, bevor ich das Ende vorwegnehme.

Am Wochenende entstand in einer unglaublich harmonischen und produktiven Familien-Bastel-Bau-Aktion eine gerahmte Fliegengittertür. So richtig professionell, mit selbstgebautem Rahmen, Zwischenstreben, bespannt mit Fliegengitterfolie, versehen mit Scharnieren und richtig festgedübelt in der Wand. Sogar einen Türgriff haben wir nicht vergessen. Alles pikobello. Auslöser für die Türbauaktion waren übrigens vermehrt Wespen, die beim morgendlichen Frühstück keine 5 Minuten auf sich warten liessen, sobald man ein Brot mir Marmelade oder ähnlich süßes Zeug auf den Tisch stellte.

Während der Bastelarbeiten zu unerer Anti-Wespen-Tür benötigten wir Werkzeug von oben, zu dessen Beschaffung sich meine Frau auf den Weg machte. Nur wenige Augenblicke später war sie ohne Werkzeug aber etwas blass um die Nase wieder unten und bat mich, mal oben schauen zu gehen. Wir hätten ein Wespennest. Irgendwann in der letzten Woche - das betreffende Zimmer in der obersten Etage betreten wir eher selten und ich war zuletzt vor knapp einer Woche da oben - ist den Biestern buchstäblich der Durchbruch gelungen. Exakt an der Stelle, wo die Seitenwand der Dachgaube und die Dachschräge zusammentreffen, klafft ein kleines schwarzes Loch, durch das sekündlich Wespen hineinklettern und auch wieder im Loch verschwinden. Im Lagerraum nebenan krabbelten bestimmt 10 Wespen auf der Scheibe des Fensters. Von innen natürlich.

Aus taktischer Sicht handelt die Königin nicht sehr intelligent. So scheint sie reihenweise Scouts in die Wohnung zu entsenden, von denen sie aber nie wieder etwas hört. Die befolgen scheinbar den Befehl, Licht - und somit einen Ausgang - zu finden, was spätestens an den Scheiben der Fenster endet. Loyale Ergebenheit und fehlender Zweifel an den Plänen der Königin führt zum tragischen Tod dieser Erkundungswespen. Was bei mir allerings ein mulmiges Gefühl hervorruft, zeugen die geschätzten 200 bis 300 toten Wespen (innerhalb von knapp einer Woche) in unserem oberen Badezimmer doch davon, dass sich hinter dem kleinen Loch in der Wand eine etwas größere Kolonie gegründet hat.

Ein aufmerksamer Beobachter, hätte den Wespenbefall auch vom Garten aus beobachten können. Zum einen sieht man die Wespen am Fenster des Lagerraums krabbeln, zum anderen sieht man an der betreffenden gelöcherten Stelle aussen, ein reges Kommen und Gehen. An der Stelle, an der die Regenrinne seitlich der Gaube verläuft, gehen schätzungsweise und hochgerechnet 50 Wespen pro Minute ein und aus.

Das vollständige Ausmaß des Schadens werden wir frühstens am Donnerstag sehen, wenn wir die Wand aufreissen, um das mögliche Nest zu entfernen. Heute Abend wird der Kammerjäger anrücken und das Zimmer nach seiner Behandlung hoffentlich lebend und unzerstochen wieder verlassen. Dann wird es noch zwei Tage dauern, bevor wir relativ unbedenklich die Wand öffnen können. Ich freue mich. :-(
 
0 Trackbacks | 1 Kommentar     

Folgebeiträge...
Wespen, sie werden Dich kriegen!
 
   Wolken, Mond, Warum?
  Kategorie Unsere Zwillinge, erstellt am 31.07.2009 von Christian Klaproth
 
 
Niklas ist zur Zeit recht wissbegierig und hinterfragt alles (mehrmals) ganz genau. Gesternabend habe ich ihn von einem mehrtägigen Aufenthalt bei der Oma abgeholt. Auf der Heimfahrt hatte er das Thema Wolken angerissen, und so diskutierten wir bestimmt 20 Minuten lang. Warum ist Wasser in den Wolken? Warum regnet es Wasser aus den Wolken? Warum donnert es manchmal? Warum fliegen Wolken so hoch?

Hui. Ich bin kein Meteorologe, aber immerhin scheine ich für Niklas schlüssige und befriedigende Antworten auf seine Fragen gefunden zu haben. Schließlich machte er den Vorschlag, wir könnten ja in einer Wolke wohnen. Daraufhin stellte ich ihm die Frage, wie er denn zu der Wolke hinkommen wolle. Nach kurzem Nachdenken überraschte er mich mit der Antwort: "Die Wolke muss runter tauchen, dann kommen wir dran.

Verblüffend. Mein Vorschlag, einen sehr, sehr hohen Turm zu bauen, lehnte Niklas ab. "Bin noch nicht alt genug wachsen, größer bin, dann Turm bauen." Auch einleuchtend.

Schließlich wechselten wir plötzlich und unvorhergesehen das Thema, als Niklas den Mond entdeckte. Er ist auf der Rückbank fast ausgeflippt als er feststellte: "Ah, guck mal, der Mond. Der kommt mit!! Haben wir ein Glück, der Mond kommt mit!! Der passt auf uns auf! Guck mal, der Mond wackelt." Für den Rest der Fahrt sprachen wir darüber, dass der Mond zu weit entfernt wäre, als dass wir hören könnten, was er uns sagen möchte. Warum? :)
 
0 Trackbacks | 1 Kommentar     
Siehe auch...
Aprilwetterurlaub
Börsdi Tuju
Gute Manieren... HÄH?
Wo hat der Jung das her?
Papa, hol Geld!
Niklas und Jonas sind da!!!
Folgebeiträge...
Verblüffende Kinderlogik
Kausalzusammenhänge
 
   Niklas der Fotof
  Kategorie Unsere Zwillinge, erstellt am 22.04.2009 von Christian Klaproth
 
 
Papas Oster-Urlaub bot die Gelegenheit eines gemeinsamen Ausflugs in den Tierpark Odenkirchen, einen - gemessen an den Dimensionen eines überfüllten Berliner Zoologischen Gartens - winzigen Zööchens. Ich glaube, der Tierpark Odenkirchen ist nur so breit, wie die Schlange des Berliner Zoos am Mittwoch Nachmittag nach Ostern an der Kasse des Eingangs lang war. Das dürfte einem Zweijährigen aber recht egal sein, denn die wichtigsten Tiere gibt es trotzdem zu sehen: Die Affen. Daher gehen wir ja auch nicht in den Zoo oder in den Tierpark, sondern wir gehen "Affen gucken!!!".

Kleine Knirpse finden aber bisweilen ganz andere Dinge interessant, als ihnen die Erwachsenen zeigen wollen. Kletternde Affen? Langweilig. Fütterung der Seehunde? Gähn. Gut, Odenkirchen hat keine Eisbär-Stuntschwimmerinnen zu bieten, aber etwas mehr Interesse an den Tieren hätte ich schon erwartet. Stattdessen hat es Niklas die kleine silberne Schachtel angetan, die Papa ständig vor sein Gesicht hält und die manchmal so lustig blitzt. Der Fotorat. Mit diesem kann man nämlich fotofieren. Und so ist eine kleine Bilderserie unserers österlichen Zoobesuches entstanden, die ich Euch nicht vorenthalten möchte. Schliesslich ist es mir auf einem der Fotos sogar gelungen, ins Bild zu hechten, damit ich auch mal zu sehen bin. :)

Fotoalbum folgt.
 
0 Trackbacks | 0 Kommentare     
Siehe auch...
Land in Sicht
Plapperlapapp
Automatisch !!!1!11!!elf
Niklas und Jonas sind da!!!
Folgebeiträge...
Mama piekt nicht
Mir nach, Männer!
Papa, hol Geld!
Wo hat der Jung das her?
 
   Land in Sicht
  Kategorie Privat, erstellt am 21.04.2009 von Christian Klaproth
 
 
Das schöne Osterwetter und der Tegler See in Berlin luden uns zu einer Premiere ein: Niklas erste Schifffahrt. Allerdings machten wir uns etwas Sorgen, wie wir denn den quirligen Nik über eine Stunde lang auf dem Deck eines Schiffes bändigen sollten (die kürzeste angebotene Dampferfahrt sollte 90 Minuten dauern), ohne dass er uns durchdreht. Die Lösung: Statt eines luxuriösen und motorisierten Schiffes, dem Windstärke 2 nichts anhaben kann und dessen Bedienung kalte Getränke und Eis serviert, entschieden wir uns in Ermangelung eines freien Tretbootes für die Mietvariante "Ruderboot, Dreisitzer" mit Platz für einen Ruderer.

"Wir sitzen alle im selben Boot" erweckte vor meinem geistigen Auge das Bild eines Tretbootes, in dem alle (vielleicht vom Niklas abgesehen, weil er noch zu kurze Beine hat) mittreten. Stattdessen sitzen mir meine Lieben gegenüber, gackern, klatschen im Takt und rufen "Schneller Papa!". Aber wer hätte das Gedacht: Naturtalent Papa hat den Ruderkahn erstmal erstklassig und ohne anbumsen aus dem engen Ruderboothafen auf den offenen See manövriert.

Ich dachte mir, schippern wir 10 Minuten, lassen uns treiben und kehren zurück. Kurz und schmerzlos aber für Nik ein unvergessliches Abenteuer. "Einmal um die Insel rum", befahl der Kapitän, der hinten im Boot meinen mit Rettungsveste ausgestatteten Sohn fest umklammert hielt. Wahrscheinlich dachte sich der Kapitän: An dem halte ich mich fest, der schwimmt im Zweifelsfall oben. :) Die Insel, die in gefühlten 20 Kilometer Entfernung lag, war nach 15 Minuten erreicht und umrundet. Erst dann offenbarte sich der Grund der schnellen Reise: Bis hierhin hatten wir Rückenwind! Was folgte war der beschwerliche Rückweg, der mir Blasen an den Händen beschehrte, die ich in Ermangelung einer Nadel abends im Hotelzimmer per Nagelschere aufschneiden musste, um mir etwas Linderung von dem brennenden Druck zu verschaffen. Nein, ich möchte nicht jammern, aber das tat schon ordentlich weh. Mindestens gleichzusetzen mit Presswehen... nur an den Händen. Allerdings - das muss ich zugeben - habe ich mir auch erst die Blasen aufgeschnitten und dann das Desinfektionsmittel draufgesprüht, was wohl die falsche Reihenfolge war. Egal, zurück zum Thema.

Jedenfalls war der Rückweg von der Insel nicht nur beschwerlich sondern auch sehr gefährlich. Starker Seegang drohte das Schiff kentern zu lassen. Zudem stieg ein verdächtiger Geruch aus der Hose unseres ersten Matrosen auf. "Gleich überfährt uns der Dampfer!!", rief meine Frau... äh... der Kapitän und zeigte in meine Richtung. Erschrocken drehte ich mich um (weil der Ruderer schaut ja nicht wie der Rest der Besatzung in Fahrtrichtung) und musste meine Augen erstmal auf die entsprechende Brennweite einstellen. Irgendwo entfernt am Horizont erahnte ich einen Dampfer. Mein Sohn hatte die Situation voll im Griff: "Keine Angst haben, Mama, fährt Schiff vorbei.", sagte er und hielt Mamas Arm ganz fest. Ein wahrlich schönes Bild, die beiden. Und so kehrten wir ob aller Gefahren nach knapp 30 Minuten zurück in den sicheren Hafen und konnten uns der Windelthematik zuwenden.
 
0 Trackbacks | 2 Kommentare     
Siehe auch...
Plapperlapapp
Folgebeiträge...
Niklas der Fotof
Mama piekt nicht
Mir nach, Männer!
 
   Wahrscheinlichkeiten
  Kategorie Privat, erstellt am 06.04.2009 von Christian Klaproth
 
 
Heute musste ich mal wieder feststellen, dass die Aussage über die Wahrscheinlichkeit eines Ereignisses nichts (aber auch gar nichts) damit zu tun hat, ob dieses Ereignis auch tatsächlich eintritt. Oder gibt es vielleicht so etwas wie Pech... und manche Menschen haben etwas mehr davon?

Na wie dem auch sei, entschied ich mich heute, trotz einer Regen-Wahrscheinlichkeit von 10% dafür, mit Niklas zu Fuß (bzw. mit Buggy) zu seiner Klettermaxe-Spielgruppe zu laufen. Und gerade als ich bemerkte, dass ich ja weder einen Regenschutz für den Buggy noch eine Regenjacke für mich dabei hatte, da tropfte mir auch schon der erste Abgesandte der Wolken auf meine Nase. "Hey Papa, mach Buggy zu!", tönte es aus dem Gefährt, das ich vor mir her schub. Verdeck zu, Sohnemann trocken, Papa nass. Zum Glück war es nur ein ganz kurzer Schauer.

Apropos Regen: Kennt Ihr die folgende Situation? Das Auto steht auf einem nicht überdachten Parkplatz und es regnet in Strömen. Noch steckt man unter einem Schirm, der Regenschutz ist über den Kinderwagen gestülpt. Dann muss es schnell gehen: Der Schirm wird zur Seite gelegt, das Auto geöffnet. Regenschutz vom Kinderwagen und Nachwuchs in den Kindersitz verfrachtet. Soweit so gut. Nun gilt es möglichst schnell die routinierten Anschnallgriffe am Kindersitz wie gewohnt schnell auszuführen, denn während die obere Körperhälfte in den Auto-Fond gebeugt im Trockenen ist, regnet alles Hintern abwärts ein... es läuft einem quasi schon kalt die Beine herunter. Und ausgerechnet in diesem Moment klemmt der Kindersitz-Verschluss. Passiert sonst nie. Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass er sich ausgerechnet bei Starkregen verklemmt.

Auf dem Rückweg von der Klettermaxe-Gruppe traf ich auf eine Leidensgenossin, mit der ich das Thema (Un-)Wahrscheinlichkeiten tiefgründig und mit feuchtem Auge diskutieren konnte. Oder sollte ich sagen, die Leidensgenossin traf mich. Während wir feststellten, dass wir beide gelegentlich Pech haben, kämpfte sie leider in meinem Auge um's Überleben.

Pech.
 
0 Trackbacks | 0 Kommentare     


 
   Nature strikes back!
  Kategorie Privat, erstellt am 13.07.2008 von Christian Klaproth
 
 
Die Natur schlägt eines Tages zurück, sagt man ja gerne, um Umweltsündern ein schlechtes Gewissen zu machen und sie einzuschüchtern, aber meistens passiert dann doch nichts. Ich bin mir nach meinen letzten Beobachtungen gar nicht mehr so sicher, ob nicht unser Haus innerhalb der hiesigen Flora und Fauna zu einem Primärziel erklärt worden ist.

Dass es hier in Mönchengladbach (ich nenne es mittlerweile liebevoll Monsun-City) keinen normalen Regen gibt, das haben wir nun schon mehrfach mitbekommen. Entweder es ist trocken, oder aber es regnet sprichwörtlich wie aus Eimern, so dass innerhalb kürzester Zeit die Straßen (und unser Garten) zentimetertief unter Wasser stehen.

Flora: Seit geraumer Zeit wächst in unserem Garten (und auch entlang von Terasse und Hof) Unkraut, dass dem Namen schon nicht mehr gerecht wird. Unheimlichkraut müsste es heissen. Es wächst schnell, es ist widerspenstig, es ist stachelig, UND es ist grün!! Mittlerweile haben wir uns sogar schon einen Butangas-Brenner zugelegt, um dem Kraut ein Ende zu setzen.

Fauna Teil 1: Nun ist aber auch die Tierwelt drauf und dran, uns zu zeigen, wo es lang geht. Letztens wollte ich ein an unserer Haustür hängendes braunes Laubblatt entfernen. Im letzten Moment musste ich innehalten, weil es aussah, als würde sich das Blatt mit Beinen am Gitter des Fensters unserer Eingangstür festhalten. Mein Gott, es waren Beine!!!. Was da saß, entpuppte (hehe, wörtlich) sich zu einer gigantomanischen Terror-Motte. Ich schwöre, ich habe in meinem Leben zuvor noch nicht eine so große Motte gesehen. Die Flügelspannweite betrug sicherlich 15 cm, und der Körper (*schüttel*) war bestimmt 2 cm dick!! Und bevor Fragen kommen: Nein, ich habe es nicht mit einer Fledermaus verwechselt. Jedenfalls lies sich dieses Tier nicht durch gutes Zureden durch den geöffneten Briefkastenschlitz davon überzeugen, eine andere Haustür zu blockieren. Heldenmutig griff meine Frau zum Telefon und rief die Nachbarin um Hilfe, die das Tier mit blossen Händen weggepflückt und in ihren Garten gesetzt hat.

Fauna Teil 2: Heute, der Kampf gegen die fiesen Wusel-Ameisen. Seit einigen Tagen beobachten wir im Erdgeschoss vermehrt Ameisen-Vorkommen. Zuerst fielen sie uns an der Milchbar der Jungs auf. Mööp. Alarm. Dies ist ein flascher Ort für eine Ameise! Fachmännisch verfolgen wir die Ameisen-Strasse, die sich mittlerweile gebildet hat, zur unteren Ecke der Wohnzimmertür. Unter dem Holzrahmen kommen sie her! Also flink nach draussen geschaut, und siehe da: Eine noch fettere Ameisen-Strasse erstreckt sich über unsere Haus-Fassade. Prompt habe ich mit Silikon einige offene Löcherchen geschlossen. Und keine 5 Minuten später gab es aussen an der Wohnzimmertür einen Stau! Schnell noch ein Gemisch aus Honig und Hefe an die Wand geklatscht, und siehe da? Ameisen am Ballermann (siehe Foto). Big Party. Koma-Saufen. Soll auch alles sein, nur nicht bei uns im Haus. Bedenklich finde ich nur meine Beobachtung, dernach die Ameisen Nahrung die Hauswand hochgetragen haben. Wäre ihr Nest im Boden, dann sollten sie Leckereien nach unten tragen. Warten wir mal die nächsten Tage ab.
 
0 Trackbacks | 0 Kommentare     

Folgebeiträge...
Wespen, sie werden Dich kriegen!
 
 Profil 
 
Name: Christian Klaproth
Herkunft: Deutschland
Beruf: Software Consultant

zuletzt gelesen: iOS Dev Tutorials
zuletzt gesehen: Sherlock Season 1
zuletzt gespielt: Uncharted Golden Abyss (PSVita)
zuletzt gehört: Dubstep
 
   


 Twitter 
 
 
   


 Aktuelle Anzeigen 
 
 
   


 Kategorien von Christian Klaproth 
 
Gaming (82)
Internet (31)
Modellbahn (5)
Privat (111)
Programmierung (53)
Unsere Zwillinge (159)
 
   


 Stichwörter von Christian Klaproth 
   Xcode  allergie  aufreger  auto  blog  comedy  ebay  eclipse  eisenbahn  eoj  epilepsie  essen  familie  frauen  fun  games  garten  haus  hospiz  iOS  iPhone  internet  java  jonas  karneval  kindergarten  kino  kunst  lego  mac  meldungen  musik  natur  niklas  pech  php  playmobil  ps2  ps3  psn  psp  psvita  retro  review  spam  sport  tv  urlaub  video  wii  wow 
 
   


 Die letzten 8 Einträge von Christian Klaproth 
 
22.03.2012, Livin da PSVita loca
15.03.2012, Kreativpause
22.09.2011, Review: resident evil 4 HD (PS3)
19.08.2011, iOS Dev Tagebuch #2
16.08.2011, Gamescom 2011
15.08.2011, iOS Dev Tagebuch #1
04.07.2011, DotS-Entwicklertagebuch - Teil 3: 1000 Minuten
28.06.2011, Ei-Oh-Ess und Objective-Zeh
 
   


 Archiv 
 
März 2012 (2 Einträge)
September 2011 (1 Eintrag)
August 2011 (3 Einträge)
Juli 2011 (1 Eintrag)
Juni 2011 (2 Einträge)
Mai 2011 (1 Eintrag)
März 2011 (2 Einträge)
Februar 2011 (2 Einträge)
Januar 2011 (3 Einträge)
Dezember 2010 (2 Einträge)
November 2010 (4 Einträge)
Oktober 2010 (1 Eintrag)
 
   


 Suche 
 
   
 
   


 Kalender 
 
<<September 2017>>
MoDiMiDoFrSaSo
    010203
04050607080910
11121314151617
18192021222324
252627282930 
 
   


 Bilder-Gallerie 
 
Battle LA_12-45-10.jpgscreenshot_01.jpgdefender_sack_logo.jpgtowerdefense_newsicon.jpg
Alle anzeigen...
 
   


 Photo-Alben 
 
Animal Crossing (Wii) (25)
Die Abenteuer von Nik und Jak (4)
Handy-Bilder (7)
Nik und Jak 2006 August (9)
Nik und Jak 2007 April/Mai (7)
Nik und Jak 2007 Juni/Juli (1)
Schicksal eines Schneemanns (5)
Spielturmbau zu Brabbel (10)
 
   




 Ältere Einträge aller BLOGs 
 
Besser spät, als nie (Michaela Klaproth)
Livin da PSVita loca (Christian Klaproth)
Kreativpause (Christian Klaproth)
Drei Jahre ist es her (Michaela Klaproth)
Review: resident evil 4 HD (PS3) (Christian Klaproth)
iOS Dev Tagebuch #2 (Christian Klaproth)
Gamescom 2011 (Christian Klaproth)
iOS Dev Tagebuch #1 (Christian Klaproth)
 
   


 Die 5 meistgelesenen Einträge 
 
Review: Söldner-X 2 Final Prototype (Christian Klaproth) (35112)
Jonas ist wieder zur Kontrolle im Krankenhaus (Michaela Klaproth) (31711)
Niklas und Jonas sind da!!! (Christian Klaproth) (15243)
Jonas ist ein Engel (Christian Klaproth) (9673)
2D Java Gaming Engine "ZwoDee" (Christian Klaproth) (7704)
 
   


 Links 
 
 Polyneux
 end of level boss
 kwoelfer's BLOG
 Kinderhospiz Regenbogenland
 GEBIT Solutions GmbH
 psinsider.de
 
   




Blog Top Liste - by TopBlogs.de  Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de  Bloggeramt.de
tracker

 
Home  Login  Email  Stats  Help