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 Christian Klaproth (441 Einträge) November 2017 





   Neulich im Kindergarten...
  Kategorie Privat, erstellt am 05.05.2010 von Christian Klaproth
 
 
Die Welt war noch halbwegs in Ordnung, als ich am Abend des 4ten Mai gegen 19:58 Uhr den folgenden  Tweet absetzte: "Jetzt: #Elternabend im #Kindergarten. Nur Mütter hier. Mal schauen, was das gibt.". Abgesehen von der Tatsache, dass ja im Prinzip jedes der Kinder im Kindergarten auch mindestens einen Papa haben sollte, diese Väter es aber irgendwie geschafft haben, ihre Frauen vorzuschieben, um sich einen gemütlichen Abend vor dem Fernseher zu machen, fühlte ich mich in der Frauenrunde aus Erzieherinnen und Müttern (noch) nicht unwohl.

Ich ahnte zu diesem Zeitpunkt nicht, welches Drama sich nur wenige Minuten später abspielen würde, als die tiefhängende Sonne, die ihre Strahlen auf der Mattscheibe eines verstaubten Röhrenfernsehers in eine das Fernsehbild übertünchende Blendung verwandelte, mit Hilfe eines großen Tuches des Raumes verwiesen werden sollte. Gezeigt werden sollten Impressionen aus den vergangenen Kindergartentagen, damit die Eltern (also die Mütter und der eine Vater) einen Eindruck vom Kindergartenalltag bekommen. Eine sehr schöne Idee, wie ich finde. Aber zurück zum blendungsvereitelnden Tuchstoff, der in Ermangelung einer weder innen- noch außenseitig angebrachten Jalousie, möglichst oben in die Fenster eingeklemmt werden sollte.

Gentleman, der ich aus tiefster innerer Überzeugung - quasi aus meiner Natur heraus - nunmal bin, sprang ich gazellengleich mit einem kurzen Zwischentritt auf der Couch auf die schmale Fensterbank. Oben angekommen, realisierte ich die Schwierigkeit, gleichzeitig den Stoff oben im aufgeklappten Fenster einzuklemmen, dabei das Gleichgewicht auf der wirklich schmalen Fensterbank zu halten, UND anschliessend das Fenster auch zuzudrücken. Das Angebot der Erzieherin meines Sohnes "Christian, soll ich Dir den Popo stützen?" lehnte ich nach kurzer Überlegung dankend ab. Ihr ahnt schon, was gleich passieren wird?

Nein, ahnt Ihr nicht. Ätsch. Ich bin nämlich nicht abgerutscht und im hohen Bogen auf das kleine Kaffee- und Kuchenbuffet gefallen, aber es kommt noch besser. Also ich stehe da auf der Fensterbank, dieser echt schmalen Fensterbank, und drücke das Fenster zu. Dass ich mir dabei die Finger eingeklemmt habe, ist eine unbedeutende Nebenanekdote, die für sich genommen gar nicht spektakulär genug gewesen wäre, um hier niedergeschrieben zu werden, die allerdings hervorragend dazu beiträgt, den Spannungsbogen noch etwas weiter zu spannen. Okay, ich werde also wohl ein bißchen das Gleichgewicht verlieren, den Bruchteil einer Sekunde grübeln, ob ich mir nicht doch den Popo hätte stützen lassen sollen und einen beherzten Rückwärtsschritt zurück auf die Couch machen. Ich möchte, dass Ihr die Situation vor Eurem geistigen Auge habt: Da sitzen also um kurz nach 20:00 Uhr rund 15 Frauen im Couch-Kreis und schauen erheitert und erwartungsvoll dem einzigen Mann zu, der auf der echt fies schmalen Fensterbank herumturnt. Besagter Mann wird also diesen bereits erwähnten beherzten Rückwärtsschritt-Sprung machen. Und RRRRIIIITSCH, hab ich den Damen 'nen Chippendale gemacht.

Tja. Da ist mir in der Tat Hose vom Schritt an abwärts ungelogen knapp 40cm aufgerissen. Schön genau nicht an der Naht lang, sondern so mitten im Stoff. Nun vermag ich nicht genau einzuschätzen, ob es Erheiterung oder Entsetzen in den Gesichtern der Mütter war, das zu Entgleisungen in selbigen führte, als der Blick auf meinen Innenschenkel und die Unterhose (zum Glück hatte ich an diesem Abend auch eine an, kleiner Scherz, hrhr) freigegeben wurde. Söhnchens Erzieherin war sichtlich geschockt und äußerte nach einer kurzen mir unangenehmen Inspektion der Rissstelle besorgt, was meine Frau wohl denken würde, wenn ich nach einem Elternabend, auf dem sonst nur Mütter waren, SO nach Hause kommen würde.

Schließen wir dieses Kapitel. Und nein, es gibt keine Fotos! Und NEIN, mich kann man nicht buchen!!!
 
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Hebelwirkung

 
   Kausalzusammenhänge
  Kategorie Unsere Zwillinge, erstellt am 29.10.2009 von Christian Klaproth
 
 
Was für eine Nacht... Vor allem, was für eine kurze Nacht...

Ich frage mich gerade ernsthaft, ob es einen Kausalzusammenhang zwischen spätem Schlafengehen und frühem Aufstehen gibt. Aus meiner eigenen Erfahrung kenne ich das Phänomen, dass wenn man spät ins Bett geht, man am nächsten Morgen - sofern nicht durch andere im Haushalt lebende Individuen verhindert - auch länger schläft.

Bei meinem Sohn läuft das hingegen anders, und das auch schon zum wiederholtem Male, nur diesmal so extrem, wie noch nie zuvor. Gestern ging er erst um Viertel nach acht ins Bett (etwa eine Stunde später als üblich), um dann heute um 04:00 Uhr (etwa zwei Stunden früher als sonst) nach seinem gebeuteltem Erzieher zu rufen. Mit völlig verschlafener Stimme und geschlossenen Augen offenbarte er mir im Halbschlaf, dass er nicht mehr schafen könne. Hmpf. "Aber Du siehst noch ganz müde aus." - "Nein, Kiestian, bin schon wach. Kann nicht mehr schlafen.".

Der Herr wollte etwas lesen. Immerhin selber. Ich bin zu so früher Stunde (und quasi aus dem Tiefschlaf gerissen) gar nicht in der Lage, etwas vorzulesen. Dafür bekam ich bei meinem anschliessenden Versuch, noch eine Mütze Schlaf abzugreifen, durch das Babyfon, das Buch von der Müllabfuhr vorgelesen. Als er etwas später auch noch anfing, Laternenlieder zu singen, fand ich das zwar ganz niedlich, um meine Nachtruhe war es allerdings geschehen.

Vermutlich gibt es hier gar keinen kausalen Zusammenhang. Vielmehr scheint das Gesetz von Murphy in der Beziehung von Eltern und Kind zu greifen: Zögern wir das Zu-Bett-Gehen abends auf Kosten unserer Nerven noch etwas hinaus, dürfen wir zur Belohnung morgens etwas früher aufstehen. Aber hey, so haben wir ja auch mehr vom Tag! :-)
 
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Wer ist hier der Boss?
Verblüffende Kinderlogik
Wolken, Mond, Warum?
Niklas und Jonas sind da!!!
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Nackte Nachbarin und überzeugende Argumente
Von Lumpen und Laternen
Vorweihnachtsstimmung
Schleichende Entwicklung
Kindermund...
Eifgram
 
   Wespen, sie werden Dich kriegen!
  Kategorie Privat, erstellt am 08.09.2009 von Christian Klaproth
 
 
Nach Ratten, Hochwasser, Vulkanen und verstopften Abflüssen, könnte das der nächste abendfüllende Kracher einer deutschen Produktion des Privatfernsehens werden. Und unser Haus hätten wir bis vor zwei Wochen durchaus als Echt-Kulisse zur Verfügung stellen können. Wer es hier oder auf  Twitter verfolgt hat, der weiss ja vielleicht schon, dass wir unerwünschte Untermieter (oder sollte ich Übermieter sagen?) hatten. Wären es einige wenige gewesen, wäre es vielleicht nicht einmal aufgefallen. Es war aber direkt ein ganzer Staat! Ein Wespen-Staat!!

In einem Hohlraum am Rande unserer Dachgaube hatten es sich diese kleinen pelzigen Tierchen bequem gemacht. Wahrscheinlich wäre das auch nie großartig aufgefallen, hätten sich die Viecher nicht dazu entschlossen, die Wand nach innen zu durchnagen und unsere obere Etage zu inspizieren. Ausgerechnet an einem Wochenende, als wir eine wirklich schmucke Fliegengittertür für unsere Küche zusammenschraubten, machten wir die grausige Entdeckung: Im Badezimmer der oberen Etage lagen geschätzte 200 bis 300 tote Wespen, die vermutlich versucht hatten, durch das geschlossene Fenster nach draussen zu gelangen. In der oberen Küche befand sich auf dem Boden ein kleines Häufchen Holz-Krümel, und bei einem Blick an die Decke, sah man ein etwa drei Wespenkörper langes Loch klaffen. Zu allem Überfluß herrschte durch dieses Loch ein reges Kommen und Gehen.

Nach dem fluchtartigen Verlassen und hermetischem Abriegeln der Etage zum Treppenhaus hin, wurde umgehend der Kammerjäger bestellt. Dem aufmerksamen Beobachter bot sich aus dem Garten ein Bild des Grauens, zumindest wenn man wie ich zwar nicht allergisch aber doch mit einer gewissen Panik gegenüber Wespen reagiert. An den Innenscheiben der oberen Etage krabelte und wuselte es, und am äußeren Rand der Dachgaube bündelte sich hinter der Regenrinne der gelb-schwarze Flugverkehr.

Der Kammerjäger kam zwei Tage später, und nochmal zwei Tage später war Ruhe im Karton. Zumindest nach äußerlicher Begutachtung und kurzer Visite der oberen Etage. Nochmal drei Tage später musste es sein: Ich nahm mir vor, den Ekel zu unterdrücken (da wusste ich ja noch nicht, was mich erwarten würde), die Leichen zu beseitigen sowie die Wand / die Decke zu öffnen, um das Ausmaß des Schadens aufzudecken.

Erste Amtshandlung: Staubsauger klar machen und Wege zu den Fenstern frei-fumpen, um etwas gegen den ekelhaften Gestank unternehmen zu können. Frei-Fumpen? Die Wespen verschwanden mit einem lustigen Fump! im Saugrüssel. Naja, wirklich lustig war es nicht. Zweite Amtshandlung: Leiter aufstellen und mal vorsichtig gegen Wand und Decke klopfen. Nachdem direkt eine Hand voll Wespen aus dem Loch knapp an mir vorbeigeflogen sind, kurz aufschreien und zur dritten Amtshandlung übergehen: Leiter wieder abbauen und eine gaaaaaanz lange Stange holen.

Mit der Stange stocherte ich dann etwas in dem Loch herum und vergrößerte die Öffnung geringfügig. Dach- und Wandrigipsplatte stiessen hier aufeinander, so dass die Öffnung langsam größer wurde und immer mehr tote Wespen aus dem Loch purzelten. Mit Hamme und Meissel wurde die Wand etwas großzügiger bearbeitet. Der faulig-modrige Gestank motivierte mich dahingehend, mein Haus großflächiger zu zerstören. Irgendwann sinkt die Hemmschwelle, so dass auch Teile der Decke dran glauben mussten. Immer wenn ich dachte, mehr Nest kann da nicht sein, wurde ich durch herunterplatschende und larvenkörpergetränkte Nestteile eines besseren belehrt. Am Ende umfasste das abgetragene Nest einem gut gefülltem Drittel eines blauen Müllsacks und wog schätzungsweise vier bis fünf Kilo. Die Suche nach der Königin hatte ich nach ein paar Stunden entnervt aufgegeben, weil das einfach zu viele Wespen und Larven waren, und der Gestank der vom Eigengewicht aufplatzenden Larven, wenn sie zu Boden fielen, den ein oder anderen Würgereflex bei mir auslösten.

Unbestrittenes Highlight und tatsächlich filmreif war eine Szene, in der ich versuchte, unsere kleine Digitalkamera in das Loch zu schieben, um ein Foto des pechschwarzen Zwischenraumes zu machen. Gerade als ich nun mit Kamera und beiden Händen in dem Loch hing, kam eine Wespe aus dem Loch geflogen. Um ein Haar wäre ich von der wackeligen Leiter gekippt.

Mittlerweile habe ich den Zwischenraum mit Bauschaum geflutet, so dass ich nächstes Wochenende ans Verputzen gehen kann. Dann nochmal ein Wochenende und wir können Wand und Decke neu tapezieren.

In den nächsten Tagen werde ich einmal das reichliche Bildmaterial sichten und Euch mit dem einen oder anderen Detail meiner Arbeit beglücken. Bis dahin, sum-sum!
 
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Wespentaille gefällig?
Nature strikes back!

 
   Wespentaille gefällig?
  Kategorie Privat, erstellt am 17.08.2009 von Christian Klaproth
 
 
Geschnitten oder am Stück? Ich versuche mal mit Humor zu nehmen, was gar nicht lustig ist und zur Zeit mächtig auf unsere schicksalsgebeutelte Stimmung drückt. Ja man meint fast zu glauben, das Schicksal hätte ein Auge darauf, dass uns auch ja nicht langweilig wird oder wir womöglich mal verschnaufen dürften. Aber ich fange mal - wie so oft - von vorne an, bevor ich das Ende vorwegnehme.

Am Wochenende entstand in einer unglaublich harmonischen und produktiven Familien-Bastel-Bau-Aktion eine gerahmte Fliegengittertür. So richtig professionell, mit selbstgebautem Rahmen, Zwischenstreben, bespannt mit Fliegengitterfolie, versehen mit Scharnieren und richtig festgedübelt in der Wand. Sogar einen Türgriff haben wir nicht vergessen. Alles pikobello. Auslöser für die Türbauaktion waren übrigens vermehrt Wespen, die beim morgendlichen Frühstück keine 5 Minuten auf sich warten liessen, sobald man ein Brot mir Marmelade oder ähnlich süßes Zeug auf den Tisch stellte.

Während der Bastelarbeiten zu unerer Anti-Wespen-Tür benötigten wir Werkzeug von oben, zu dessen Beschaffung sich meine Frau auf den Weg machte. Nur wenige Augenblicke später war sie ohne Werkzeug aber etwas blass um die Nase wieder unten und bat mich, mal oben schauen zu gehen. Wir hätten ein Wespennest. Irgendwann in der letzten Woche - das betreffende Zimmer in der obersten Etage betreten wir eher selten und ich war zuletzt vor knapp einer Woche da oben - ist den Biestern buchstäblich der Durchbruch gelungen. Exakt an der Stelle, wo die Seitenwand der Dachgaube und die Dachschräge zusammentreffen, klafft ein kleines schwarzes Loch, durch das sekündlich Wespen hineinklettern und auch wieder im Loch verschwinden. Im Lagerraum nebenan krabbelten bestimmt 10 Wespen auf der Scheibe des Fensters. Von innen natürlich.

Aus taktischer Sicht handelt die Königin nicht sehr intelligent. So scheint sie reihenweise Scouts in die Wohnung zu entsenden, von denen sie aber nie wieder etwas hört. Die befolgen scheinbar den Befehl, Licht - und somit einen Ausgang - zu finden, was spätestens an den Scheiben der Fenster endet. Loyale Ergebenheit und fehlender Zweifel an den Plänen der Königin führt zum tragischen Tod dieser Erkundungswespen. Was bei mir allerings ein mulmiges Gefühl hervorruft, zeugen die geschätzten 200 bis 300 toten Wespen (innerhalb von knapp einer Woche) in unserem oberen Badezimmer doch davon, dass sich hinter dem kleinen Loch in der Wand eine etwas größere Kolonie gegründet hat.

Ein aufmerksamer Beobachter, hätte den Wespenbefall auch vom Garten aus beobachten können. Zum einen sieht man die Wespen am Fenster des Lagerraums krabbeln, zum anderen sieht man an der betreffenden gelöcherten Stelle aussen, ein reges Kommen und Gehen. An der Stelle, an der die Regenrinne seitlich der Gaube verläuft, gehen schätzungsweise und hochgerechnet 50 Wespen pro Minute ein und aus.

Das vollständige Ausmaß des Schadens werden wir frühstens am Donnerstag sehen, wenn wir die Wand aufreissen, um das mögliche Nest zu entfernen. Heute Abend wird der Kammerjäger anrücken und das Zimmer nach seiner Behandlung hoffentlich lebend und unzerstochen wieder verlassen. Dann wird es noch zwei Tage dauern, bevor wir relativ unbedenklich die Wand öffnen können. Ich freue mich. :-(
 
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Wespen, sie werden Dich kriegen!
 
   Stringente Support-Prozesse
  Kategorie Internet, erstellt am 06.08.2009 von Christian Klaproth
 
 
Wie schön, dass es doch in unserer hoch technisierten Informationsgesellschaft Vorschriften, Prozesse und Verhaltensrichtlinien gibt. Dies kombiniert mit einem übereifrigen und zuvorkommenden Support-Mitarbeiter ergibt eine Kombination, die einen gleichzeitig zur Weissglut bringt und dabei aber doch das ruhige Gewissen gibt, dass einem schon geholfen wird und alles gut wird... weil man kümmert sich ja. Oder?

Doch fangen wir mal von vorne an: Ich besitze einen Arbeitsrechner. Ein Notebook um genau zu sein. Weil ich ja einen Großteil meiner Zeit beim Kunden vor Ort sitze und überhaupt an verschiedenen Orten eingesetzt werde(n kann), da muss ich eben mit meinem Arbeitsplatz mobil sein. Damit diese Mobilität und mein Einsatz von der technischen Seite her halbwegs abgesichert ist, haben wir Wartungsverträge für die Kisten, die über normale Garantie-Bedingungen hinausgehen. Zum Beispiel einen 24/7/365 Support mit vor Ort Reparatur innerhalb von 24 Stunden.

Dummerweise neigt mein Notebook seit kurzem dazu, sich nach wenigen Minuten Betrieb unaufhaltsam in den Schlafmodus zu begeben, sobald das CD/DVD-Multi-Brenner-Laufwerk in dem dafür vorgesehenen Schacht steckt. Das ist insbesondere deshalb so nervig, weil die Kiste knapp 5 Minuten braucht, bis sie aus dem Schlafmodus wieder vollständig aufgewacht ist. Gut, gemessen an meiner Wachwerdephase ist das schnell... aber während der Arbeit nervt das einfach. Windows meldet mir minütlich auch so tolle Meldungen, dass ich die Hardware (das Laufwerk) nun sicher entfernen könne, dass es wieder erkannt wurde, dass ich es wieder entfernen könne, und so weiter. Hört sich für mich nach einem Wackelkontakt der Anschlüsse an, aber was maße ich mir an, das beurteilen zu können, ich bin ja kein Hardware-Experte.

Nun ist mir auch klar, dass die vom technischen Support nicht sofort bei jedem Hotline-Anruf einen Techniker losschicken, sondern erstmal - möglichst fernmündlich - klären wollen, ob es überhaupt an der Hardware liegt, oder ob nicht ein dummer User einfach nur zu blöd ist, sein Windows zu konfigurieren.

Und genau hier beginnt der Prozess, die Vorschirft, das Standardverhalten, das unausweichlich eingehalten werden muss. Sonst gibt es keinen Support. Also nochmal: Mein CD/DVD-Brenner-Laufwerk ist defekt bzw. veranlasst den Rechner, runterzufahren. Was soll ich laut Hotline machen? Ich möge mir bitte PC Doctor aus dem Internet laden und eine bootfähige CD erstellen. Muuaahahahaha. Sehr witzig!

Es hat mich drei Tage gekostet, diese CD zu erstellen. An jedem Tag erfolgte brav ein Anruf der Hotline bei mir, ob ich denn den Test schon durchgeführt hätte. Der Test lief dann durch, wobei der eigentliche Test des CD/DVD-Laufwerks erfolgreich durchgeführt werden konnte, allerdings auch nur 20 Sekunden dauerte... und so lange kann ich das Laufwerk unter Windows auch benutzen, bevor der Rechner es "abstößt".

Na wie dem auch sei. Der Prozess sieht nun vor, dass wenn der Check keine Fehler ergibt, die Hardware in Ordnung ist. Also ist der Kunde (in dem Fall ich) nur unfähig, sein Windows korrekt zu konfigurieren. Daher der nächste Prozess-Schirtt: Dem Kunden sagen, er soll den Rechner mittels Recovery-CD in den Auslieferungszustand zurückversetzen.

Muuaaahahahaha. Sehr witzig. Ich arbeite mit dem Rechner täglich und habe dort Entwicklungssoftware - ja eine ganze Entwicklungsumgebung aus etlichen Tools und Programmen - installiert. Das ist nicht mal eben in einer Stunde alles wiederhergestellt. Das habe ich dem Support-Menschen auch gesagt. Interessiert den nur herzlich wenig. Nun ruft er mich jeden Tag an, um nachzufragen, ob ich denn den Recovery-Schritt in seinem Prozess schon durchgeführt hätte.

Gna.

Die Kosten, die durch aufgewendete Arbeitszeit da schon reingeflossen sind, hätte man sich prima sparen können und besser ein externes USB-Laufwerk anschaffen können. Nun arbeite ich weiterhin mit ausgebautem Laufwerk und warte auf den täglichen Anruf meines neuen Freundes vom Lenovo-Support. Uuups. Wollte den Markennamen doch nicht nennen. Sorry.
 
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   Hasta la vista Vista
  Kategorie Internet, erstellt am 12.02.2009 von Christian Klaproth
 
 
Manchmal wundert sich der geneigte Windows-Benutzer über ominöse Optimierungen der Nachfolgeversionen des Betriebssystems, vor allem wenn dadurch elementare Funktionalität verschwindet und das System (im aktuellen Fall Windows Vista) der latenten Gefahr einer Adobisierung ausgesetzt ist. Nehmen wir mal folgendes (realistisches, da tatsächlich eingetretenes) Szenario an:

Jemand möchte per Email (Outlook natürlich) eine Email verschicken und als Anhang ein paar Fotos versenden. Das geht mit Windows mega-einfach, nämlich per Dreck & Drop. Angenommen, der Versender der Email denkt sich, schicke ich doch einfach mal einen kompletten Ordner voller Fotos, am besten direkt diesen komisch DCIM-Ordner, der sich auf der per USB verbundenen Kamera befindet. Wer hat das schonmal probiert? Was passiert? Rüschtüsch: Nix Fotos in Email, dafür aber eine Verknüpfung auf den Foto-Ordner namens DCIM. Eigentlich schlummert da jetzt ein Anhang namens DCIM.lnk, was ein normaler Windows-Benutzer mit Standard-Einstellungen aber nicht sieht, weil Datei-Endungen ausgeblendet sind. Was sind eigentlich Datei-Endungen?!? ;-)

Nun landet die soeben preparierte Email im Postfach des ahnungslosen Empfängers. Dieser sieht die "Hier sind die Bilder, die Du haben wolltest"-Email und klickt freudiger Erwartung auf den Anhang, und zwar doppelt, wie Bill Gates es uns gelehrt hat. Es öffnet sich ein unübersichtliches, verwirrendes Fensterchen, in dem der Anwender darüber informiert wird, dass mit der Datei-Endung .lnk keine Anwendung verknüpft wäre. Welche soll es denn sein? Wer nun etwas anderes tut, als auf Abbrechen zu klicken, hat schon verloren.

Die meisten normalsterblichen Anwender werden mit dem gezeigten Fensterchen überfordert sein, wollen aber die in der Email vermuteten Fotos sehen, glauben an die Intelligenz und Fähigkeit eines Windows und klicken einfach auf OK. Der recht unscheinbare Haken Sollen zukünftig .lnk Dateien immer mit der gewählten Anwendung gestartet werden? ist standardmäßig aktiviert, und als Anwendung dürfte bei 98% aller Benutzer der Akrobat-Reader von Adobe als erstes gelistet sein.

Nach dem Bestätigen mit OK folgt eine Fehlermeldung vom Akrobat-Reader, der nämlich nix mit einer DCIM.lnk Datei anfangen kann. Das ganze Ausmaß des Grauens wird aber erst ersichtlich, wenn der Benutzer auf seinen Desktop zurückkehrt oder das Start-Menü öffnet: Sämtliche Bildchen tragen das Emblem des Akrobat-Readers und kein Programm lässt sich (für Experten: per Verknüpfung) mehr starten. Stattdessen immer und immer wieder dieselbe Fehlermeldung, dass der Akrobat-Reader die gewählte Datei nicht lesen kann.

Durch einen einfach Klick auf OK hat man sich Windows Vista zerschossen! "Ja Moment", höre ich den XP-Anwender rufen, "da gibt es doch unter Extras -> Ordneroptionen -> Dateitypen die Möglichkeit, die Zuordnung wieder wegzunehmen." Richtig, unter XP gab es die da mal. Nicht so unter Vista. Um es kurz zu machen: Ohne Frickelei in der Registry kann man das Windows wegschmeissen (oder sich auf die Systemwiederherstellung verlassen und hoffen, dass der letzte Rücksetzpunkt noch nicht so lange her ist).

Reparieren lässt es sich folgendermassen:
  • Start -> Ausführen -> "regedit" und Enter drücken.
  • Eintrag HKEY_CURRENT_USER -> Software -> Microsoft -> Windows -> Current Version -> Explorer -> FileExts -> .lnk auswählen.
  • Darin alle Einträge bis auf die erste Zeile löschen.
  • Inahlt der ersten Zeile: Name: (Standard) Typ: REG_SZ Wert: (Wert nicht gesetzt)
  • Registry-Editor schliessen und Windows neu booten.


Weiterhin viel Spaß mit Windows Vista! Ein tolles Produkt.
 
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   LittleBigPech
  Kategorie Gaming, erstellt am 24.09.2008 von Christian Klaproth
 
 
Gestern Abend wurden auf der europäischen Szene-Seite Eurogamer insgesamt 5800 Tickets für den erweiterten Beta-Test von LittleBigPlanet nach dem FIFO-Prinzip verteilt. Die Vergabe zog sich etwas in die Länge, denn dem Ansturm der weltweit Interessierten (auch Amerikaner versuchten an die heiss begehrten Zugangscodes für den europäischen Beta-Test zu kommen) konnte die Eurogamer-Webseite nicht standhalten.

Neben Fehlermeldungen und unvollständig geladenen Seiten, bekam man meistens die Meldung, dass die Server nicht innerhalb einer angemessenen Zeit antworten. Als ich mich gegen 20:00 Uhr in den Vergabeprozess reinklickte, gab es noch knapp 3200 der Tickets. Nach etlichen Reload-Versuchen kam ich immerhin so weit, dass ich herausfand, dass ich einen Eurogamer-Account benötige, um einen Beta-Ticket zu bekommen. Hätte ich mir eigentlich auch vorher denken können, aber egal. Gegen 21:00 Uhr waren noch ca. 1600 Tickets zu haben. Gegen 21:50 Uhr hatte ich es dann geschafft, mir einen Account anzulegen. Noch etwa 760 Tickets. Gegen 22:15 Uhr kam ich dann auf die Seite, von der aus man das Ticket anfordern kann (siehe Screenshot). Es war tatsächlich noch genau 1 Ticket übrig. Bis etwa 22:45 Uhr ist es mir allerdings nicht mehr gelungen auch nur eine Seite von Eurogamer zu laden, und eine Email mit dem Zugangscode hat mich auch nicht erreicht. Das nenne ich mal Pech, das letzte Ticket vor der Nase weggeschnappt zu bekommen.
 
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LittleBigKundenver*****ung bei Neckermann
Review: LittleBigPlanet (PS3)
 
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Name: Christian Klaproth
Herkunft: Deutschland
Beruf: Software Consultant

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zuletzt gesehen: Sherlock Season 1
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